ASTM D1621 Druckeigenschaften Harter Zellkunststoff
ASTM D1621 beschreibt das Testverfahren zur Bestimmung der Druckeigenschaften von starren Zellmaterialien, insbesondere expandierten Kunststoffen. Hartzellige oder geschäumte Kunststoffe werden in verschiedenen Formen für eine Vielzahl von Anwendungen im Bauwesen hergestellt. Zu den gemeinsamen Eigenschaften von Zellstoff gehören Wärmedämmung (Wärmeverlust oder Brandschutz), Schallabsorption, ein hohes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht und Erdbebensicherheit. Die Eigenschaften, die ein Zellkunststoff besitzt, sind ein Produkt seines Harzes, seiner Zellstruktur (offen vs. geschlossen) und seiner Dichte. Zu den Materialeigenschaften, die während der ASTM D1621-Prüfung gemeldet wurden, gehören Druckfestigkeit, Dehnung bei Druckfestigkeit, Streckgrenzen und, falls gewünscht, Druckmodul.
PLATTEN UND ZUBEHÖR
Die bevorzugten Probenabmessungen für ASTM D1621-Tests sind eine quadratische oder kreisförmige Querschnittsfläche zwischen 4 und 36 Quadratzoll und eine Höhe zwischen 1 Zoll und der Breite (oder dem Durchmesser) der Probe. Beachten Sie die Dimensionsunterschiede zwischen einer D1621- und einer D695-Probe, die beide ATSM-Druckteststandards für Kunststoffmaterialien sind. Druckplatten mit integrierten Kugelsitzen sind ideal, um die in der Norm geforderte Parallelität von Platte zu Platte sicherzustellen. Abhängig von Ihrer Anwendung werden für ASTM D1621-Tests üblicherweise die folgenden verwendet:
Obere Kompressionsplatte mit integriertem Kugelsitz (Durchmesser variieren von 2 bis 8 Zoll)
Untere starre Aufspannplatte passender Größe
LVDT (abhängig vom erforderlichen Hubraum)
LVDT-Halterung für Platten
Hilfreiche Tipps und Tricks
Druckplatten mit integrierten Kugelsitzen sind ideal, um die in der Norm geforderte Parallelität von Platte zu Platte sicherzustellen. Durch die Selbstausrichtung dieser Vorrichtung wird die Kontaktfläche zwischen der Platte und der Probe maximiert.
Bei der Messung der Kompressionsverschiebung ermöglicht ASTM D1621-16 die Messung mittels direkter Kompressionsplattenverschiebung oder mittels Traversenverlängerung, indem die Auswirkungen der Systemkonformität eliminiert werden. Bei direkter Dehnungsmessung ist ein Wegaufnehmer erforderlich, der den Abstand zwischen Ober- und Unterplatte misst. Der Wandler muss außerdem gemäß ASTM E83 Klasse C oder besser verifiziert sein. Unsere LVDTs können direkt auf den Druckplatten montiert werden und sind so konzipiert, dass sie die Verschiebung direkt von den Platten aus messen. Um die Verschiebung über die Traversenverlängerung zu messen, kann die Universal-Prüfsoftware eine automatische Compliance-Korrektur durchführen, um die Systemcompliance aus der Testkurve zu eliminieren. Weitere Informationen finden Sie im Whitepaper zur Compliance-Korrektur.
Wenn Sie die Modulberechnung melden, stellen Sie sicher, dass sowohl das Extensometer als auch die Kraftmesszelle in dem Bereich verifiziert sind, in dem die Berechnung durchgeführt wird. Manchmal melden Labore unwissentlich Berechnungen, die außerhalb des verifizierten Bereichs ihrer Geräte liegen.
Es ist wichtig, ASTM D1621-16 zu lesen, um den Testaufbau, das Verfahren und die Ergebnisanforderungen vollständig zu verstehen.