Rheologietests
Bei der Rheologieprüfung wird die Verformung von Materie unter dem Einfluss von ausgeübter Spannung gemessen, indem die innere Reaktion von Materialien auf Kräfte analysiert wird. Die Fließeigenschaften von Polymeren sind bei allen Umwandlungs- und Produktionsprozessen von entscheidender Bedeutung: Das Material wird zum Fließen gezwungen und die rheologischen Eigenschaften bestimmen die Verarbeitbarkeit.
Warum sind Rheologietests wichtig?
Erstens ist der Fluss an der Verarbeitung und Herstellung solcher Materialien beteiligt, um nützliche Objekte herzustellen. Daher ist die Fluidrheologie für die Polymerverarbeitung relevant und bestimmt das Spannungsniveau bei Vorgängen wie Extrusion, Kalandrieren, Faserspinnen und Folienblasen. In ähnlicher Weise beeinflusst die Rheologie Eigenspannungen, Zykluszeiten und Hohlraumgehalt in Verbundwerkstoffverarbeitungsvorgängen wie Blasformen, Formpressen und Spritzgießen.
Zweitens sind bei der Verwendung von Polymeren die mechanischen Eigenschaften sehr wichtig, und das mechanische Verhalten wird auch von der Rheologie beeinflusst. Darüber hinaus werden rheologische Messungen auch zur Produktcharakterisierung und Qualitätskontrolle eingesetzt. Solche Messungen werden häufig verwendet, um das Zusammenspiel der verschiedenen Bestandteile eines Mehrkomponenten- oder Mehrphasengemisches und deren Einfluss auf die Strömung und andere Eigenschaften solcher Materialien zu untersuchen und zu verstehen.
Verschiedene Arten rheologischen Verhaltens
Alle rheologischen Eigenschaften komplexer Flüssigkeiten wie Polymerschmelzen hängen von der Verformungsgeschwindigkeit (Schergeschwindigkeit), dem Molekulargewicht und der Struktur, der Konzentration verschiedener Zusatz- und Füllstoffe sowie der Temperatur ab. Darüber hinaus zeigt sich, dass die Spannungen auch bei konstanter Verformungsgeschwindigkeit von der Zeit abhängen.